Depressionen bei Schüler*innen: Mögliche Anzeichen einer Depression wahrnehmen

Wie erkennen Lehrkräfte den Unterschied zwischen normaler Pubertät und einer möglichen Depression?

Stimmungsschwankungen, Müdigkeit oder Motivationsprobleme – all das gehört zur Pubertät. Doch wann steckt mehr dahinter? Gerade im Jugendalter steigt das Risiko für eine Depression stark an, und oft sind Lehrkräfte die ersten, die Veränderungen im Verhalten bemerken. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Anzeichen auf eine Depression hindeuten können, wie sich diese im Schulalltag äußern und welche Unterschiede es je nach Altersgruppe gibt.

Psychische Gesundheit fördern

Typische Anzeichen einer Depression bei Schüler*innen

Gerade in der Pubertät treten Dinge wie Stimmungsschwankungen, Motivationsprobleme und Auseinandersetzungen häufiger auf – sie gehören zur jugendlichen Entwicklung. Im Jugendalter steigt jedoch auch das Risiko, an einer Depression zu erkranken, stark an. Daher ist es wichtig, genau hinzusehen. Wenn Kinder und Jugendliche dauerhaft bedrückt sind, in der Schule Leistungsprobleme entwickeln, lustlos wirken und immer wieder in Konflikte mit ihrem Umfeld geraden, können das auch Anzeichen für eine Depression sein.

Häufig gehören Lehrkräfte zu den ersten Personen, denen Veränderungen im Verhalten von Kindern und Jugendlichen auffallen. Und sie sind wichtige erste Ansprechpersonen.


Wichtige Symptome einer Depression bei Schüler*innen

Wichtig ist: Sie müssen und können keine Depression diagnostizieren. Aber wenn Sie vermuten, dass eine psychische Belastung oder möglicherweise eine Depression vorliegt, können Sie Schüler*innen unterstützen und diese z.B. an die schulpsychologische oder sozialpädagogische Fachkraft Ihrer Schule weiterverweisen. Folgende Symptome können auf eine Depression bei Schüler*innen hindeuten. Die Symptome treten nicht unbedingt gleichzeitig auf uns können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Hauptsymptome einer Depression bei Jugendlichen

  • Eine traurige oder gereizte Stimmung – Betroffene „fahren schnell aus der Haut“ und sind schnell gereizt
  • Interessensverlust – Betroffene haben keine Freude mehr an Dingen, die zuvor Spaß gemacht haben
  • Energie- und Antriebslosigkeit – Betroffene haben Schwierigkeiten, sich zu Dingen „aufzuraffen“

Zusätzlich Symptome bei Jugendlichen

  • Schlafstörungen
  • Veränderter Appetit 
  • Das Gefühl, nichts wert zu sein & wenig Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle 
  • Gedanken an den Tod; Gedanken, sich das Leben zu nehmen
  • Aggressivität und Reizbarkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Unaufmerksamkeit
  • Probleme, Entscheidungen zu treffen 
  • Motorische Unruhe oder eingeschränkte, verlangsamte Bewegungen
  • Rückzug
  • Gefühle von Einsamkeit 
  • Häufiges Weinen
  • Grübeln und negatives Denken
  • Geringe Belastbarkeit, schnelle Überforderung auch bei Kleinigkeiten
  • Ängstlichkeit
  • Schulprobleme und Leistungseinbruch
  • Körperliche Beschwerden

Jüngere Kinder im Grundschulalter

Bei jüngeren Kindern im Grundschulalter äußert sich eine Depression teils durch andere Symptome

  • Auffälliges Spielverhalten, wie Spielunlust oder verminderte Kreativität im Spiel 
  • Wutausbrüche, störendes Verhalten und leichte Irritierbarkeit
  • Vermindertes Interesse an Bewegung

Wie sich diese Anzeichen im Schulkontext zeigen können und welche Unterschiede es zwischen Jungen und Mädchen geben kann, finden Sie hier in einem Artikel des Informationsportals „ich bin alles@Schule“.

Depression oder normale Pubertät?

Eine Schwierigkeit liegt darin, dass einige der genannten Symptome mit normalem pubertärem Verhalten verwechselt werden können. Ob tatsächlich eine Depression vorliegt, kann nur von speziell ausgebildeten Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen festgestellt werden. 

Einige typische Unterschiede sind:

PubertätDepression
Stimmungsschwankungen, aber auch Phasen guter LauneAndauernde Traurigkeit oder Gereiztheit über Wochen
Müdigkeit, aber Erholung nach Schlaf oder WochenendenAnhaltende Erschöpfung, kein Energiegewinn durch Pausen
Zeitweise Rückzug, aber weiterhin soziale KontakteKompletter sozialer Rückzug, kein Interesse an Freundschaften

Wie äußern sich Depressionen bei Schüler*innen im Schulalltag?

Depressionen beeinflussen nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern zeigen sich oft auch im Schulalltag. Mögliche Hinweise sind:

  • Plötzlicher Leistungsabfall oder starke Konzentrationsprobleme
  • Erhöhte Fehlzeiten ohne ersichtlichen Grund
  • Vermeidungsverhalten – Schüler*innen ziehen sich zurück oder vermeiden Gruppenarbeiten
  • Überforderungsgefühle selbst bei einfachen Aufgaben

Was Lehrkräfte tun können, wenn sie Anzeichen bemerken

Lehrkräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung betroffener Schüler*innen. Sie müssen keine Diagnosen stellen, können aber durch Aufmerksamkeit und Verständnis helfen.

Praktische Tipps für Lehrkräfte

✔️ Offene Gespräche suchen – Schüler*innen signalisieren, dass sie nicht allein sind
✔️ Schulinterne Hilfsangebote nutzen – Schulpsychologische oder sozialpädagogische Fachkräfte einbeziehen
✔️ Eltern mit einbeziehen – Wenn sinnvoll und möglich, die Familie über die Beobachtungen informieren

Auf dem Portal schule.ich-bin-alles.de finden Sie weiterführende Informationen dazu, was Sie tun können, wenn Sie mögliche Anzeichen einer Depression bei Schüler*innen bemerken, wie Sie Schülerinnen und auch Eltern ansprechen können und wie Sie Schüler*innen bestmöglich unterstützen können.


Zusammenfassung

In diesem Blogpost erfahren Sie, wie Lehrkräfte Anzeichen für Depressionen bei Schüler*innen erkennen können und welche Unterschiede es zwischen normalen Pubertätsveränderungen und möglichen psychischen Belastungen gibt. Wir stellen Ihnen typische Symptome vor, die sowohl bei Jugendlichen als auch bei jüngeren Kindern auftreten können. Zudem geben wir praktische Tipps, wie Lehrkräfte betroffene Schüler*innen unterstützen und gegebenenfalls weitervermitteln können.

Der Einsatz von schulspezifischen Schulplanern im Kampf gegen Depressionen

Durch eine gezielte Nutzung individualisierter Schulplaner, Grundschulplaner oder Lerntagebücher können Lehrkräfte bzw. Schulen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der psychischen und physischen Gesundheit ihrer Schüler*innen leisten, unabhängig vom Alter der Schülerinnen.

Der SPc Verlag bietet bereits fertige Musterseiten an, die von den Verlagskund*innen einfach übernommen werden können. Auch Seiten unserer Partner ich-bin-alles.de, Nummergegenkummer.de und Polizeifuerdich.de sind in den SPc-Seitenbibliotheken enthalten.

Hier einige Vorschläge zu Seiten, die in einem individualisierten Schulplaner Platz finden könnten:

  • Altersgerecht aufgemachte Seiten mit Achtsamkeitsübungen helfen dabei, sich zu entspannen und Emotionen besser zu regulieren
  • Informationen und Ressourcen zu wichtigen Themen wie z. B. (Cyber-)Mobbing, Bullying, Medienkompetenz, Zivilcourage etc.
  • Strukturgebende Elemente, wie z. B. klare Zeitpläne und To-Do-Listen können helfen, nicht nur den schulischen Alltag besser zu organisieren und Stress zu reduzieren.
  • Anleitungen zu positiven Gewohnheiten und gesunden Routinen können das allgemeine Wohlbefinden fördern.
  • Reflektionsseiten bieten den Schülern die Möglichkeit, über ihre Gefühle und Erlebnisse nachzudenken und diese ggf. auch mit Vertrauenspersonen zu teilen.
  • Anleitungen zum Thema Wachstumsdenken und Mut-Sätze sind in einem Planer tägliche Begleiter.
  • Ressourcen und Kontaktinformationen zu Hilfeportalen wie z. B. der „NummergegenKummer”.

Eine Übersicht zu Ressourcen zum Thema Depressionen bei Kindern und Jugendlichen finden Sie untenstehend.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich für die tatkräftige Unterstützung unserer Partner bedanken!

Erfahren Sie mehr zu unseren Planerprodukten

Schulspezifische Planer helfen nicht nur dabei, den Schulalltag zu verbessern. Sie bieten sowohl Lehrkräften als auch den SuS viele weitere Vorteile. Erfahren Sie mehr zu individualisierten Planerprodukten – besuchen Sie unsere Seiten zu Schulplanern, Grundschulplanern und Lerntagebüchern


Ausblick: Was Sie in den weiteren Blog Posts erwartet

Das Thema Depressionen bei Schüler*innen ist vielschichtig – und Lehrkräfte haben oft viele Fragen dazu. Deshalb widmen wir uns in den nächsten Wochen weiteren Aspekten:

🔹 Wie Sie betroffene Schüler*innen unterstützen und mit Eltern sprechen können
🔹 Welche Ursachen eine Rolle spielen und wie Depressionen entstehen
🔹 Welche Belastungsfaktoren Depressionen begünstigen – und wie Schule darauf reagieren kann
🔹 Welche Schutzfaktoren Schüler*innen helfen, psychisch stabil zu bleiben

Bleiben Sie dran, um mehr über dieses wichtige Thema zu erfahren!

Ressourcen und Unterstützung

Eine Auswahl von Anlaufstellen, Portalen und Hotlines:

Zielgruppengerechte Informationen zu Depressionen
Für Schüler*innen: https://www.ich-bin-alles.de/hilfe
Für Eltern: https://www.ich-bin-alles.de/eltern/hilfe

Nummer gegen Kummer Kinder- und Jugendtelefonberatung
Telefon: 116 111
www.nummergegenkummer.de

JugendNotmail
https://jugendnotmail.de/

Krisenchat (WhatsApp-Beratung)
krisenchat | 24/7-Krisenberatung per Chat

Weisser Ring
Telefon: 116 006
https://weisser-ring.de

bke-Jugendberatung
https://www.nixzulachen.de

Jmd4you – Beratung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund
https://beratung.jugendmigrationsdienste.de/website

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